Einschweben durch das Luftmeer

Spektakulär erfolgte die Eröffnung des Tags der Vereine 2013 in Schleissheim. Manfred Mayer, Fallschirmspringer der früheren Sportspringergemeinschaft Isartal landete ziel- und zeitgenau standesgemäss mit bayrischer Fahne mitten im Sportstadion.

So spielend einfach wie sein Hereinschweben ins Stadion auch aussieht, so gründlich gilt es ein derartiges Highlight vorzubereiten. Schließlich muss der Springer ja im stark frequentierten Luftraum des Flughafens München in 1000m über Grund abgesetzt werden. Dies ist nur unter Rücksprache mit der Deutschen Flugsicherung und den zuständigen Fluglotsen möglich. Für all dies war unser Pilot Josef Kobold vom Ikarus LSC Schleissheim zuständig. Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt konnte so Mayer aus dem Absetzflugzeug, einer Eurofox abspringen. Pilot Kobold schilderte nach seiner Landung: „Es ist schon aufregend seinen Fluggast mit enormer Geschwindigkeit senkrecht nach unten stürzen zu sehen, überzeugt sein Fallschirm wird sich öffnen.“

Punktgenau und professionell landete Mayer da, wo er es am Morgen noch besichtigt hatte. Die Bodencrew des Ikarus sorgte durch Funkkontakt für ein freies Landefeld.

Beim Tag der Vereine sorgte das ausgestellte Segelflugzeug des Ikarus LSC Schleißheim für reges Interesse und weckte so manche Träume bei den Besuchern jedes Alters.

Guido Dietl (links im Bild, Jugendleiter beim Ikarus) erklärt einem interessierten Besucher die Instrumente, die zum Fliegen dieses Leistungs-Segelflugzeuges vom Typ Astir nötig sind. Auch wenn Erwachsene eher zurückhaltend aufgrund der Enge eines solchen Cockpits reagieren, so sind die jüngeren Interessenten meist nicht davon abzuhalten, den Fallschirm anzulegen um richtig in so einem Flugzeug Platz zu nehmen und dann bei geschlossener Cockpithaube vom Abheben und Fliegen zu träumen.

Michael Knobloch erklärte bereitwillig den wissbegierigen „Jungpiloten“ was alles beim Start eines Segelflugzeuges zu beachten ist und natürlich war auch die Frage zu beantworten, was so etwas denn kostet. Da gab es oft Erstaunen, dass aufgrund des hohen Arbeitseinsatzes der Vereinsmitglieder der Flugspass billiger als so manche Ballsportart zu verwirklichen ist.

Dies ist wohl auch der Grund, warum der Ikarus für Interessierte eine Warteliste hat und man im Moment leider ca ein Jahr warten muss, bis man in die Ausbildung zum Piloten neu einsteigen kann. Aber das Warten lohnt sich, denn es winken als Belohnung traumhafte, lautlose Flüge über unserer herrlichen Weltstadt mit Herz.

Gastbeitrag S.Lohberger

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