Grandseigneur der Flugsicherheit

Horst Philipp (3. links vorn von der Propellernabe) im Kreise seiner Zuhörer auf dem Flugplatz Schleißheim. Foto: PE
Horst Philipp (3. links vorn von der Propellernabe) im Kreise seiner Zuhörer auf dem Flugplatz Schleißheim. Foto: PE

Horst Philipp, leidenschaftlicher Segelflieger und zugleich einer der wichtigsten Testpiloten im militärischen und zivilen Bereich der letzten Jahrzehnte referierte im Clubheim des Ikarus Luftsportclub über Flugzustände, die leider immer wieder zu schweren und auch tödlichen Unfällen führen; aber durch gute Ausbildung, Training und Respekt vor der Gefahr vermieden werden können.

 

Abkippen, Abschmieren und Trudeln waren die Themen seines plastischen Vortrags, den er sonst regelmässig vor Studenten der Fachrichtung Flugzeugbau abhält, der aber für uns nicht minder interessant und sogar lebenswichtig ist. Auch seine persönlichen sehr unterschiedlichen Erfahrungen bei der Erprobung unzähliger Flugzeugmuster ließen keinen der Zuhörer kalt.

 

Das Verhindern solcher Flugzustände angefangen bei der Beachtung von Weight and Balance sprich der Einfluss von Besatzung und Beladung auf Gesamtgewicht und Schwerpunktlage eines Flugzeugs bis hin zum Vermeiden von kritischen Flugsituationen durch gewollte und/oder ungewollte Flugmanöver, wie zum Beispiel tiefe Überflüge quasi als Showeinlage mit häufig kritischem Abschluss, überflüssig und keinesfalls legal.

 

Horst Philipp präsentierte die Theorie mit zahlreichen praktischen Beispielen. Beim Thema Trudeln ging es dann richtig zur Sache. Kaum eines der von uns alltäglich eingesetzten Flugzeuge ist für das Trudeln zugelassen. Gefährlich wird es dann jedoch bei falscher Weight und Balance, insbesondere bei rückwärtiger Schwerpunktlage. Kommt so ein Flugzeug tatsächlich ins Trudeln oder gar Flachtrudeln, besteht durchaus die Gefahr, diesen Flugzustand nicht mehr beenden zu können, was einen Notausstieg erforderlich macht.

jkob

 

 

 

 

 

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